Kambodscha

Jedes neue Land beginnt mit den Einreiseformalitäten. An der Grenze Kambodschas fanden wir ein verlassenes Grenzgebäude vor, in dessen hinterster Ecke dann doch noch 3 Beamte saßen. Unsere Visa und die dazugehörigen Stempel bekamen wir ohne Probleme. In Kampot haben wir uns für einen Tag einen Roller ausgeliehen. Mit diesem sind wir zu zwei abgelegenen Höhlen gefahren. Der Weg dorthin ist eine staubige Piste, wie die meisten Wege abseits der Hauptstraßen. Es gab keine Ausschilderung, daher sind wir einen kleinen Umweg gefahren. Die Höhlen an sich sind sehr schön und die Landschaft mit den Kalkstein Hügeln drum herum auch traumhaft

Auf dem Weg zurück haben wir eine Pfefferplantage angeschaut. War aber nichts Besonderes, der Typ dort sprach kein Englisch und hat uns daher nichts erklären können. Vom Namen angezogen haben wir den ‚Secret Lake‘ angefahren. Der Stausee war seinen Umweg aber nicht wert. Das Rollerfahren an sich wurde immer besser und entspannter für beide. Mit den sandigen Pisten machte es Matthias dann auch sehr Spaß.

Pfefferplantage

Secret Lake

Nach diesem ereignisreichen Tag sind wir mit dem Bus weiter nach Siem Reap. Wir wurden um 6:30 abgeholt, um 12 Uhr waren wir in Phnom Peng, das ist weniger als die halbe Strecke. Nach einem Buswechsel haben wir um 15 Uhr den letzten Abschnitt in Angriff genommen. Um 23 Uhr sind wir endlich angekommen.

Siem Reap ist der Ausgangpunkt zur Tempelanlage Angkor. Dort haben wir drei sehr anstrengende Tage verbracht. Am ersten Tag haben wir das Fahrrad als Fortbewegungsmittel genutzt. Die Tempel sind sehr beeindruckend und manche auch sehr gut erhalten. Wobei man oft nicht erkennen kann, wie viel davon restauriert wurde. Zum Mittagessen hatten wir ein ganzes Hendl, war ganz schön viel. Danach folgte bei Matthias ein ziemlich langes Mittagtief. Das Fazit am Ende des Tages war, dass wir vier Tempel besucht, 33km bei 30°C geradelt sind und beide hundemüde waren.

Am zweiten Tag haben wir unseren Drahtesel gegen einen Roller getauscht. Das war eine sehr gute Entscheidung. Wir konnten an diesem Tag sogar elf Tempel besuchen, an unserem Müdigkeitszustand hat sich aber nichts geändert. Am besten hat uns der abgelegene Tempel Ta Nai gefallen. Dieser vermittelt einen konkreten Eindruck, wie sich die Natur die Tempel zurückerobert. Auch der Zerfall des Tempels ist gut zu erkennen, denn die heruntergefallenen Steine wurden unverändert liegen gelassen.

Roller

Ta Nei Tempel

Den berühmtesten Tempel wollten wir zum Sonnenaufgang am letzten Tag besichtigen. Das mit dem Aufstehen hat dann aber nicht so geklappt ;). Angkor Wat haben wir als ersten Tempel besichtig und waren von der Größe beeindruckt. Wir haben dann noch fünf andere Tempel besucht, wobei wir die letzten beiden nur kurz angefahren haben. Die Eindrücke die wir gewinnen konnten waren wunderschön, aber am Ende wurde es uns beiden fast zu viel.

Mit dem Tuk Tuk wurden wir am nächsten Tag abgeholt und zum Bootsanleger gebracht. Von dort aus ging es dann 8 h mit der Fähre nach Battambang. Der Flusslauf war sehr schön und wir sind auch an einigen schwimmenden Dörfer vorbeigekommen. Richtung Ziel sank der Wasserstand allmählich und die Fahrt verlangsamte sich auf Schneckentempo. Die letzten Kilometer bis zur Innenstadt mussten wir dann auf ein Tuk Tuk umsteigen. Nach diesem entspannten Fahrtag folgte leider ein zweiter, bei dem wir mit vier Bussen, einem Boot und einem 1,5 km Spaziergang an unserem Hostel in Bangkok ankamen. Die Einreise verlief, bis auf eine längere Wartezeit, ohne Komplikationen.

unsere Fähre

Vietnam

Die letzten zwei Wochen haben wir in Vietnam verbracht. Mit dem Flugzeug sind wir nach Saigon (Ho Chi Minh Stadt) geflogen, die Stadt ist wieder etwas chaotischer und dreckiger als in Malaysia. Wir haben dort einen Markt besucht und sind durch Parks geschlendert. Dabei wurden wir von einem Vater angesprochen, ob wir mit seinen Kindern Schach spielen würden. Wir haben beide gnadenlos verloren.

Park in Saigon

Gummibaum

Notre Dame von Saigon

Markt Saigon mit Trockenfrüchten

Der Tagesausflug zu den Tunneln von Cu Chi hat uns sehr beeindruckt. Die An- und Abreise haben wir selbst organisiert. Mit den öffentlichen Bussen hat das leider ewig gedauert. Die Führung war sehr interessant und wir sind auch selbst in die Tunnel gestiegen. Diese sind sehr eng und die Luft ist etwas stickig.

Ein längerer Tunnel hat bei mir (Marina) dann etwas Panik ausgelöst, es ging nämlich plötzlich noch weiter nach unten und das Ende war nicht in Sicht. Aber wir haben es wieder heil zurück ans Tageslicht geschafft.

Eingang zu den Tunneln

Tunnel von Cu Chi

Die meisten Touristen besuchen das Mekong Delta in einer geführten Tour. Wir sind auf eigene Faust los. Zuerst nach My Tho, wo wir einen Fischmarkt und eine buddhistische Pagode angeschaut haben.

Fischmarkt in My Tho

Pagode in My Tho

Auf der Insel An Binh sind wir dann drei Nächte in einem gemütlichen Homestay geblieben. Wir sind auch ein bisschen geradelt und waren im Mekong baden.

Fähre nach An Binh

Unterkunft auf der Insel An Binh

Von dort aus haben wir mit einer Tour einem schwimmenden Markt besucht, der uns sehr enttäuscht hat. Es waren kaum Verkaufsboote auf dem Wasser und wir haben an einem Boot mit Früchten, nur für die Touristen, angelegt. Auf derselben Tour haben wir auch noch eine Bienenfarm, eine Obstplantage, eine Süßigkeitenmanufraktur und eine Musikaufführung gesehen.

Ausflug durch Mangroven

schwimmender Markt Cai Be

Seerosen

Baden im Mekong

Sonnenuntergang auf dem Mekong

Dann kamen zwei Tage zum Vergessen: Die Kombination aus unzureichender Planung und die dazu kommende Sprachbarriere hat unsere gedachte Weiterreise unmöglich gemacht. Wir haben dadurch quasi 2 volle Tage im Bus verbracht und sind von der Insel über Can Tho nach Ca Mau gefahren, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass wir wieder nach Can Tho zurückmüssen, um nach Rach Gia zu kommen. Aber etwas Gutes hatte die Fahrerei, denn wir sind in dem Genuss gekommen mit einem Liegebus zu reisen.

Liegebus

Nach der Pleite haben wir uns entschieden 5 Tage auf der Insel Phu Quoc zu bleiben. Die ersten zwei Tage waren wir in einem netten „Resort“ und haben in einem Zelt übernachtet. Der 800 m entfernte Strand war kaum besucht aber leider etwas vermüllt.

Übernachtung auf der Insel Phu Quoc

Die anderen drei Tage waren wir in einem Hotel direkt im touristischen Zentrum der Insel. Das Hotel hatte sogar einen Pool, den wir natürlich gleich benutzt haben. Der nahe gelegene Strand war leider nichts Besonderes. Daher haben wir uns entschieden am nächsten Tag einen Ausflug mit dem Roller zu unternehmen. Dabei haben wir zwei wunderschöne Strände besucht.

Traumstrände

Mit der Fähre und einem Bus haben wir uns dann in das Nachbarland Kambodscha begeben.